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Feuchtbiotope dienen diversen Kleinsäuge- tieren und Amphibien als Lebensgrundlage.
In unserer Industrielandwirtschaftseinöde sind sie eine Insel für die Tierwelt. |
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Feldhecken und Hegebüsche sind für viele Vogelarten willkommene Brutstätten und Schutz vor Raubzeug. Dem Niederwild dienen sie ebenfalls als Deckung und Rückzugsgebiet in unserer Kultursteppe.
Die Jägerschaften legen in Eigenleistung Feucht-biotope, Hegebüsche und Feldhecken an um der heimischen Fauna und Artenvielfalt eine Chance zum Überleben zu geben. Hege und Naturschutz sind dabei das oberste Ziel.
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Auftrag und Ziele der Jägerschaft Springe e.V. im Naturschutz
Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. ist ein nach §29 des Bundesnaturschutzgesetzes anerkannter Naturschutzverband. Durch diese Anerkennung werden der Landesjägerschaft e.V. -und den von ihr vertretenden Jägern- die Wahrnehmung der Belange von Naturschutz, Artenschutz, Biotophege und Landschaftspflege anvertraut.
Jagd steht somit nicht im Gegensatz zum Naturschutz, sondern ist eine nachhaltige, verantwortungsvolle Nutzung des Naturhaushaltes.
Das deutsche Jagdrecht beinhaltet eben nicht nur das Recht und die Pflicht zur verantwortungsvollen Jagdausübung, sondern auch die Pflicht zur Hege des Wildes und seines Lebensraum.
Die Mitglieder der Jägerschaft Springe e.V. stellen sich satzungsgemäß ihrer Verantwortung zum Naturschutz. Sie praktizieren ihre Hegeverpflichtung u.a. in Form von Biotophege.
Damit fördern sie den Schutz und die Erhaltung einer artenreichen und gesunden freilebenden Tier- und Pflanzenwelt und sichern und verbessern deren Lebensgrundlagen unter Wahrung der Landeskultur im Interesse des Naturschutzes, der Landschaftspflege, des Tierschutzes und des Umweltschutzes.
Diese Hegebemühungen beschränken sich also nicht auf jagdbare Wildtiere, sondern schließen auch den Gesamtkomplex Landschaft, Tiere und Pflanzen mit ein. Die Biotophege ist also umfassender und schützt zugleich den Lebensraum mit seiner spezifisch hierin angepaßten Lebensgemeinschaft (Biozönose). Biotophege ist angewandter Naturschutz.
Um in den Revieren der Jägerschaft Springe e.V., in denen die landwirtschaftliche Nutzung im Laufe der Zeit immer intensiver betrieben wurde, sich aber die Lebensweise der Menschen
negativ auf die Natur auswirkt (Freizeitdruck, neue Baugebiete, neue Straßen, Mobilität), überhaupt Biotophege betreiben zu können, haben Revierinhaber schon früh damit begonnen, geeignete Flächen anzupachten, aufzukaufen oder stillegen zu lassen. Auf diesen Flächen wurden Büsche, Sträucher, Hecken, Tümpel, Feldgehölze und Krautflächen angelegt. Die auf diese Weise geschaffenen Lebensräume bezeichnen wir als Hegebüsche. Sie sind die ökologische Nischen in der Kulturlandschaft für alle freilebenden Tiere und Pflanzen, weil sie weder land- oder forstwirtschaftlich genutzt noch chemisch behandelt oder gedüngt werden. In der ausgeräumten Feldflur sind sie die Trittsteine für Tiere und Pflanzen zwischen Feldgehölzen.
Die Landesjägerschaft Niedersachsen unterstüzt gezielt das Anlegen von Hegebüschen indem sie den Revierinhabern einen finanziellen Zuschuß zu den Pflanzenkosten in Höhe von max. 75% gewährt.
Im Laufe der letzten 30 Jahre sind in Revieren unserer Jägerschaft 55 Hegebüsche angelegt worden. Davon
- 2 als Feuchtbiotope mit innenliegender Wasserfläche, insgesamt 3600m2
- 25 als flächiger Busch insgesamt 4,6 ha
- 26 als Feldhecke und insgesamt 5,4 km
- 2 renaturierte Schuttkuhlen insgesamt 1,7 ha
Mehr als 50.000 heimische Pflanzen sind gesetzt worden. 28 dieser Anpflanzungen sind von der Landesjägerschaft mit 23.800,- DM bezuschußt worden. Die Eigenleistungen der Revierinhaber übersteigen diesen Förderbetrag um ein Vielfaches. Das sind insbesondere:
- Kauf bzw. Anpachtung der Flächen von den Eigentümern,
- Vorbereiten der Ffächen für die Pflanzug von Hand oder mit Maschinen,
- Bei Schuttkuhlen auffüffen und einebnen mit Mutterboden,
- Anpflanzen und Bewässern,
- Zaun oder Einzelschutz sowie
- Pflegearbeiten in den ersten Jahren.