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Alle heutigen Hunderassen stammen ursprünglich vom Wolf ab. Seit mehr als 10000 Jahren ist der Hund Wegbegleiter, Freund und Helfer des Menschen. Aus den von Menschen aufgezogenen Wolfswelpen entstanden bis in die heutige Zeit mehr als 300 Spezialisten für alle möglichen Aufgaben (Zugtier, Fleischtier, Jagdgehilfe, Wachhund usw.) stets im Interesse des Menschen.
Nicht jeder Hund der ein Reh fangen oder einen Hasen tragen kann ist ein Jagdhund, die vom Wolf ererbte Passion zur Jagd kann dem Führer eines nicht jagdlich geführten Hundes eine Menge Ärger bereiten. (Wildernde Hunde)
Der Jagdhund wird vom Jäger eingesetzt, wenn die Sinne des Menschen nicht ausreichen, das Wild zu finden, aufzustöbern und zu bringen.
Der Hund sieht mit der Nase, doch mit der guten Nase allein ist es nicht getan, eine umfangreiche Ausbildung des Hundes ist erforderlich bevor er bei der Jagd zu gebrauchen ist. Von der Gehorsamkeitsausbildung über die Bringausbildung (Apport), die Vorsteharbeit auf dem Feld, die Nachsuche auf der Schweißfährte bis zur Arbeit im Wasser, alles muß der Hund erst lernen und durch Prüfungen seine jagdliche Brauchbarkeit und Zuchtfähigkeit beweisen . Die Jägerschaft Springe bietet zu diesem Zweck jährlich Kurse an.
Die Jagdhunde sind als ursprünglich als Spezialisten gezüchtet worden, die sich nach Aufgaben in Vorstehhunde, Stöberhunde, Schweißhunde, Apportierhunde und Erdhunde unterteilen. Heute ist als einziger Spezialist der Schweißhund übriggeblieben. Die anderen Jagdhunderassen werden heute zu Mehrzweckhunden ausgebildet, sie übernehmen neben ihren Spezialgebieten auch andere Aufgaben.
Die Aufgaben des Jagdhundes sind die Arbeit vor und nach dem Schuss.
Die Vorstehhunde sind Spezialisten für die Feldjagd auf Niederwild, besonders Federwild. Der Vorstehhund sucht das Gelände mit hoher Nase ab, und wenn er Witterung vom Wild bekommt, verfolgt er dieses nicht sofort, sondern verharrt aufmerksam vor ihm, steht vor.
Erst auf das Zeichen des Jägers soll der Hund dann das Wild hoch bringen.
Die Stöberhunde sind spezialisiert auf das auf die Läufe bringen oder hoch machen von Wild. Sie sind bei Drück- und Bewegungsjagden im Einsatz.
Die kleinwüchsigen Hunderassen wie die Dachshunde (Teckel) und Terrier sind in der Lage dem Raubwild (Fuchs, Dachs) in die Baue zu folgen. Ihre Aufgabe ist es entweder das Raubwild aus dem Bau zu jagen (zu sprengen), so dass es der/die Jäger schießen kann, oder es im Bau zu stellen und zu verbellen.
Nach dem Schuss auf Niederwild sind die Apportierhunde (Retriever) gefragt. Ihre Aufgabe ist es das beschossene Wild zu finden und zu apportieren (bringen). Besonders bei der Jagd auf Flugwild (Enten) am Wasser sind diese Hunde unersetzlich.
Ist nach einem Schuss auf Hochwild das beschossene Wild nicht unmittelbar zur Strecke gekommen sondern krank abgegangen, schlägt die Stunde der Schweißhunde. Diese Hunde sind Spezialisten für die Nachsuche. Sie sind mit ihrer guten Nase in der Lage selbst 40 Stunden alte Schweißfährten auszuarbeiten und das krankgeschossene Wild zu finden.